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Vintage - Computersteinzeit

 

Winchester-Festplatte:

An dieser Stelle wollen wir Ihnen einige alte Relikte aus der Computersteinzeit vorstellen. Der Anfang macht eine 3,5 Zoll MFM Festplatte vom Typ Miniscribe 8425 mit 40 msec mittlere Zugriffszeit, 3600 U/min, mit Winchester-Schnittstelle und mit sagenhaften 20MB Kapazität aus dem Jahre 1988. Damals kostete die Platte rund 350 USD.

Auch hier mit dabei: der passende Controller WD1003V-MM2:

Miniscribe_8425_2.JPG

 Durch Klick auf das Bild erhalten Sie die Großausgabe

 

Bild_Video_2.JPG

Auf Youtube ist ein Video verfügbar, welches
die Innereien der Platte in Aktion zeigt. Da
muss der Stepper ganz schön arbeiten.
 
 
Link zu Video:

 

 

 

Nun etwas aus der Retro-Bastelkiste:

Die hier vorgestellte Baugruppe stammt aus dem Jahre 1985 und war Teil einer seriellen Datenübertragungseinrichtung. Es fehlt hier jedoch die Ein-Ausgabebaugruppe. Die serielle Karte sowie die Ablaufsteuerung wurden damals jeweils auf einer Europakarte aufgebaut. Es handelt sich hier unten um eine 32Bit RAM-Karte, aufgebaut nur mit NAND-Bausteinen. Organisiert ist diese mit 4 x 8 bit. Pro Bit wurden die 4 NAND-Gatter eines SN3925N verwendet. Da konnte man anhand eines praktischen Beispiels von Grund auf lernen, wie eine statische RAM-Zelle funktioniert. Der Adressdecoder wurde ebenfalls nur mit NAND umgesetzt. Die Verdrahtung erfolgte mit Kupferlackdraht, einer sehr einfachen und billigen Technik. Das Ganze war damals eine komplette Eigenentwicklung und ein privates Studienprojekt.

Übrigens: Diese ICs aus den 70er Jahren stammten von einem Schrottplatz.

 

32bit_RAM_2.JPG

32-Bit RAM mit NAND Gattern aufgebaut

 

Die Ablaufsteuerung ist auch noch vorhanden. Es handelt sich u.a. um einen 8bit Muxer-Demuxer sowie gepolten Relais zur Steuerung weiterer externer Hardware. Weiterhin wurde mit dieser Baugruppe die Ein-Ausgabeeinheit bespielt:

AblSt_IMG_6283_2.JPG

 

 

Hier noch das dazugehörende Cassetten-Interface mit 540bd:

Interface_IMG_6376_2.jpg

Das 8bit Kassetten-Interface ist damals mit TTL-Technik und Kupferlackverdrahtung aufgebaut worden und funktioniert heute noch als Stand-alone Gerät. Das war 1982 eine komplette Eigenentwicklung. 

Warum 540bd? Genau genommen sind es sogar 541bd. Der Grundtakt stammt von einem Quartz mit einer Frequenz von 4.433618MHz. Er fand sich damals zufällig in einer Bastelkiste.  

 

Anbei eine kleine Übersicht der damaligen Gesamtschaltung:

Struktur_RAM_Ablauf.png

 

 

 

 

 

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